Rückblick auf den Wanderurlaub auf Mallorca
vom 28.April – 5. Mai 2013
Mallorca:
Für Einige ist es die Hausfraueninsel, für manche der Ballermann und für uns eine wunderbare Insel um zu Wandern.
Bei typisch deutschem Wetter starteten am Sonntagmorgen um 7.oo Uhr 32 Teilnehmer Richtung Palma de Mallorca. Auch hier war es nicht besser, aber wir hatten Hoffnung, dass es sich ändern würde. Nach dem Zimmerbezug in einem schönen Hotel mit Blick auf den Hafen , wurde die Bucht von Port Soller erkundet . Nach dem gemeinsamen Abendessen erfuhren wir, was am nächsten Tag auf uns zukommen sollte.

Eine Rundwanderung an der Südwestküste Mallorcas war eingeplant. Wir fuhren mit dem Bus und unseren beiden Wanderführern nach Sant Elm. Von hier ging es bergauf direkt an der Küste entlang, über steinige Pfade und abenteuerliche Felsabschnitte, die wir alle mit Hilfe unserer beiden Führer bravurös meisterten. Leider konnten wir bei diesem nebligen Wetter nur mit Erklärungen der Wanderführer erahnen wo das Meer und die bekannte Insel Dragonera lagen. Keinerlei Sicht war uns vergönnt. Bei der Mittagsrast in den Resten des Trappistenklosters mussten wir uns in Regenjacken hüllen und ein windgeschütztes Plätzchen suchen. Dann jedoch wurde das Wetter besser und der Abstieg über einen breiten Fahrweg zurück nach Sant Elm war bald geschafft.

 Am zweiten Tag erwartete uns ein Ausflug nach Palma. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir los. Traumhafte Ausblicke auf das blaue Meer, den Landsitz des Königs von Spanien, das Schloss Belver und die Gassen der Altstadt entschädigten uns für den Vortag. Der Besuch der Kathedrale und die schönen Innenhöfe in Palma muss man unbedingt gesehen haben. Mit einem mallorquinischen Tapasessen in einem volkstümlichen Restaurant stärkten wir uns, für das nächste Highlight dieses Tages. Mit dem „Roten Blitz“, einem alten Holzzug, der weder rot noch ein Blitz ist, fuhren wir gemütlichen nach Soller um dort das nächste historische Transportmittel, die alte Straßenbahn, nach Port Soller zu nehmen, die uns gemächlich nach Hause brachte.

Am dritten Tag brachte uns der Bus incl. Wanderführer nach Deiá, einem kleinen Städtchen in dem einige bekannte Persönlichkeiten und Künstler ihr Domizil haben. Auf einem schönen Weg folgten wir der Küste vorbei an einer bewirtschafteten Finca und einem Leuchtturm, bis wir schließlich wieder die Bucht von Port Soller erreichten.

 Am nächsten Tag ging es vom Cuber-Stausee, der auf einer Hochebene direkt unterhalb des höchsten Berges von Mallorca, dem Puig Major, liegt, gemütlich dahin. Dann aber mussten wir ca. 900 Höhenmeter auf einem alten, mit Steinen gepflasterten Pilgerweg, in eine Schlucht absteigen. Atemberaubende Blicke auf Wasserfälle und steile Felsen ließen uns jedoch die enorme Belastung unserer Knie ertragen. Die Besichtigung einer 400 Jahre alten Ölmühle rundete diesen schönen Tag ab.

Die für den fünften Tag angekündigte, ca. siebenstündige Wanderung wollten nur die geübten Teilnehmer unternehmen. Der Rest der Gruppe fuhr mit dem Bus ins kleine wunderschöne Bergstädtchen Fornalutx und anschließend über die legendäre „La Calobra (die Schlange)“, eine Passtrasse, die in den 60er Jahren von einem italienischen Baumeister gebaut wurde, bis zur Bucht Cala Turent um sich dort mit den Wanderern die eine wunderbare Tour entlang der Küste machten, zu treffen. Ab hier ging es mit dem Schiff, vorbei an der beeindruckenden Felsküste Mallorcas zurück zum Hotel.

Ein Tagesausflug mit dem Bus zum berühmten Kloster Lluc mitten in der Bergwelt zwischen Soller und Pollenca war für den letzten Ausflugstagtag vorgesehen. Nach einem Mittagessen in einem idyllischen Gasthaus ging die Rundfahrt weiter zum Cap Formentor. Diese Aussicht auf Meer und steile Felsen am obersten Zipfel Mallorcas wird wohl keiner der Reisenden vergessen. Den Abschluss dieses Tages bildete eine kleine Weinprobe in einem noch jungen Weingut bei Santa Maria. Die Winzer zeigten uns ihre Reben und den beeindruckenden Keller mit den Tanks und den Barriquefässern. Zum Abschluss durften wir noch die verschiedenen Tropfen dieses Gutes probieren.

Nun war bereits der Rückreisetag gekommen. Da wir jedoch erst abends zurückflogen, konnte jeder wie er wollte, Abschied von dieser herrlichen Landschaft nehmen. Die Teilnehmer bedanken sich ganz herzlich bei Rolf, der den Impuls zu dieser Reise gab und natürlich bei Eilermann´s die alles so super geplant und uns bestens betreut haben. Birgitt Kollmann

Zünftige Frauenbergtour ins Rätikon vom 21.-23. Sept. 2012

Pünktlich um 7 Uhr starteten am 21. Sept. 2012 sieben Frauen und ihr Bergführer Adolf, mit einem gemieteten Kleinbus, ins Rätikon. Obligatorisch wurde auf der Autobahnraststätte Illertal mit Sekt und Brezeln auf die vor uns liegenden Tage angestoßen. Dann ging es weiter bis Tschagguns.
Den ersten Anstieg durften wir mit der Golmerbahn bewältigen. Nun luden wir unseren ungewohnt schweren Rucksack auf den Rücken. Ein wunderschöner fast ebener Weg machte uns den Einstieg zu dieser Tour leicht. Nach einer kurzen Rast mussten wir jedoch auf einem steilen Waldweg ins Tal absteigen, um auf der anderen Seite nach einem Aufstieg von ca. 400 Höhenmeter  die Heinrich-Hüter-Hütte zu erreichen. Leider zwang uns ein scharfer Wind und die hinter den Berggipfeln versinkende Sonne in die Hütte. Nach einem guten Essen und lustigem Würfelspiel, überstanden wir die Nacht mit mehr oder weniger Schlaf. Bereits in der Nacht zog Regen auf und als wir am Morgen erwartungsvoll hinausblickten, war alles voller Nebel und es regnete in Strömen. 
So leicht ließen wir uns jedoch nicht abschrecken und hofften, dass es bestimmt bald besser werden würde. Dem war jedoch nicht so und wir mussten
 in Anorak und Regencapes die Wanderung über die Lüner-Krinne in Richtung Lindauer Hütte antreten. Schon nach kurzem Aufstieg waren wir trotz unserer guten Ausrüstung klatschnass. Als der Lünersee in Sichtweite kam, beschloss unser Bergführer die Tour auf der Douglasshütte zu beenden um am nächsten Tag dann weiterzusehen.
Die Hüttenwirtin hatte auch noch, trotz bereits 115 Übernachtungsgästen, ein freies, sehr schönes Matratzenlager für uns und wir konnten endlich die nassen Kleidungsstücke trocknen. Wir machten das Beste aus der gegebenen Situation und durften am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein diese grandiose Landschaft genießen. In Abänderung unseres Programmes stiegen wir wieder über die Lüner-Krinne, um auf der anderen Seite über ein herrliches Hochtal gemütlich bis ins Rellstal abzusteigen. Wir grüßten, übers Tal hinweg, nochmals die Heinrich-Hüter-Hütte, bevor wir uns dann auf die restlichen
ca. 1000 Höhenmeter ins Tal machten. Leider konnten wir den landschaftlich viel schöneren Bachweg nicht benutzen, da er an manchen Stellen von Moränen zerstört und deshalb gesperrt war. So erreichten wir, nach einem langen Marsch, auf einem befestigten Sträßle, Schruns. Die Seilbahn brachte uns wieder an den Stausee nach Tschagguns zum Bus.
Zufrieden mit unserer Leistung traten wir, nach einer kurzen Kaffeepause, die Rückreise an. In der Tennishütte in Nellingen beendeten wir diese, trotz des einen Regentages, tolle Tour.
Unserem Bergführer Adolf sei an dieser Stelle für seine Organisation recht herzlich gedankt. Es wäre schön, wenn  eine ähnliche Bergtour im nächsten Jahr wieder stattfinden würde.

Birgitt Kollmann

Bericht WFO Männerbergtour Dachstein-Gosaukamm 2012
Acht Hochgebirgler hatten diesmal als Ziel: Vom Dachstein zum Gosaukamm.
Von Ramsau ging`s zur Dachstein-Südwandhütte, die in traumhaft schöner Aussichtslage am Rande zwischen Grün und Fels thront. Von der Hütte aus konnte beobachtet werden, wie Massen von Touristen mit der Gondelbahn zum Dachstein-Gletscher hochgehievt wurden. Wir waren froh nicht dabei sein zu müssen. Bei traumhaftem Wetter haben wir noch bis in die späteren Abendstunden den Panoramablick genossen.
Anderntags war die Adamek-Hütte Tagesziel. Bei brütender Hitze und
ca. 700 Höhenmetern, die über die nackte felsige Wildgrubenscharte mit Klettereinlagen zu bewältigen war, kamen wir uns vor wie in einem Steinofen. Die Hütte, in Sichtweite, wollte auch nicht näher kommen. Weil auch auf dem ganzen Weg keine Wasserstelle zu finden war, war dieser Tag richtiges Überlebenstraining mit äußerster Disziplin beim Wasserverbrauch.
Wegen akutem Wassermangel war auch auf der Adamek-Hütte kein Tropfen Wasser zu bekommen. Trotzdem ist die Lage dieser Hütte am Rande eines Dachsteingletschers für Bergfreaks ein lohnendes Ziel. Kaum erwarten konnten wir am nächsten Tag den Abstieg zu den Gosauseen. Von oben schon bereiteten wir uns vor den seither erlittenen Wassermangel durch ein Traumbad im Bergsee vergessen zu machen. Bei unserer Gier nach einem kühlen Nass war auch die Wassertemperatur unwichtig. Unbeschreiblich war das Schwimmen in diesem herrlichen Bergsee.
Wie neu geboren erreichten wir unser Tagesziel die Gablonzer –Hütte. Schön gelegene Hütte, freundliches Personal, gutes Essen und lauwarmes Wasser zum Duschen, was will man in den Bergen mehr? Nach der Gablonzer-Hütte war die Hofpügel-Hütte nächste Ziel. Ein paar ganz Fitte „brauchten“, trotz weiter hoher Temperaturen noch den Weg über den Gipfel des Großen Donnerkogels. Ab der urigen Stuhlalm gingen wir wieder gemeinsam zum Hofpürgelhaus. Der Charakter dieses Anwesens glich schon mehr einem großen Berghaus mit Rezeption. Entsprechend war auch die Atmosphäre. Wenn schon so ein großes Haus in den Bergen stehen muß, gehört mehr dazu als nur Abkassieren.
Wieder bei herrlichem Sonnenschein ging unsere Tour zu Ende. Dieter empfing uns im Tal bei der Hochalm mit unserem Kleinbus und brachte uns gut wieder nach Hause. Danke Dieter!
Der Vereinsleitung danken wir für den Obolus, den wir sinnvoll bei einem „Hoch auf unseren Verein“ eingesetzt haben.
Wir waren wieder eine tolle Truppe, die bei strahlend schönem Wetter ein paar tolle und kernige Tage in den Bergen erleben durften. Unserem Bergführer Jürgen Hettich sei an dieser Stelle für Durchführung und Organisation unser aller Dank ausgesprochen.

Rolf Zimmermann

Gemischte Bergtour in der Silvretta, 28. – 30. Juli 2012

Elf wackere Wanderer haben zur diesjährigen Bergtour die Jamtal-Hütte und die Wiesbadener-Hütte im Silvrettagebiet ausgesucht. Kleidung und Wetter haben wieder einnmal gut zusammengepasst. Leider konnten wir wegen schlechten Wetters den hohen Übergang Ochsenscharte zur Wiesbadener-Hütte nicht gehen. Deshalb mussten wir wieder  nach Galtür absteigen und dann mit dem Bus zum Silvrettastausee fahren. Von dort aus wanderten wir wieder hoch zum Tagesziel Wiesbadener-Hütte. Moral und Stimmung waren jeden Tag bestens. Die Gruppe war wieder mal richtig klasse und dankt an dieser Stelle ihrem Bergchef Jürgen für die schöne Tour sowie für die besonnene und verantwortungsvolle Leitung.

Rolf Zimmermann 

Berlinreise 18. Juli bis 22. Juli 2012 

Am Mittwoch, 18. Juli machten wir uns trotz schlechten Wetters mit 19 gutgelaunten Personen auf den Weg nach Berlin. Unter der Leitung von Frau Doris Lippus vom Reisebüro M+C Travel in Nellingen ging es fünf ereignisreichen Tagen entgegen.
Die Hauptstadt empfing uns regnerisch, was sich aber von Tag zu Tag besserte. Wir erlebten die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmittel und hauptsächlich zu Fuß.
Wir waren am Check Point Charly und im KaDeWe, wir sahen das Nikolai-Viertel und die Heckeschen Höfe, wir gingen durch das Brandenburger Tor und durchs Holocoust-Denkmal, wir schipperten durchs Regierungsviertel und um die Museumsinsel, wir bestiegen die Kuppel des Reichstages und besichtigten den Plenarsaal des Bundestages. Wir spazierten über den Alexander- und den Potsdamer Platz und wir bestaunten das Sony-Center. Wir besuchten den Berliner Dom und den "Alten Fritz" in Sanssousi, und wir sahen eine sensationelle Vorstellung im Friedrichstadtpalast
und, und, und...
Wir waren jeden Tag erschöpft, aber überwältigt.
Am letzten Tag der Reise erholten wir uns bei einer romantischen Stocherkahnfahrt im Spreewald, und am Abend saßen wir schon wieder im Flieger nach Hause.

Das Fazit:    Fünf Tage sind viel zu kurz für Berlin!
                    Wir kommen wieder!

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Teilnehmern bedanken, wir waren eine rundum tolle Truppe, die sich gut verstanden hat.
Mein besonderer Dank geht an Frau Lippus, die uns kompetent und souverän durch die Stadt führte, und so maßgeblich zum guten Gelingen beigetragen hat.

Brigitte Knörzer

Boßeltour in Tamm

Unter der Federführung von Monika und Werner Eilermann fand am 28. Januar wieder eine Boßeltour statt. Mit dem Bus wurden die Teilnehmer nach Tamm befördert um dort dieser friesischen Sportart zu fröhnen. Mit "harten"Getränken bestückte Leiterwagen begleiteten die Gruppen zum feucht-fröhlichen boßeln und ein Traktor mit Anhänger versorgte die abgekämpften Spieler in der Mittagspause mit wunderbar hergerichteten Käse- und Wurstschnittchen. Natürlich durfte bei dieser Witterung der wärmende Glühwein nicht fehlen. Alle diese Gaumenfreuden sponserten Eilermann´s. Im Hof der Besenwirtschaft wurde zum Abschluss die Boßelkönigin und der Boßelkönig ermittelt. Mit  hereinbrechender Dunkelheit verzogen sich die Teilnehmer in die wärmende Stube des "Besens" um sich wiederum zu stärken. Zum Ausklang des, trotz des wiedrigen Wetters, supertollen Tages spielte noch ein Musikant auf.

Für dieses schöne Event  an die Veranstalter Monika und Werner ein herzliches Dankeschön.
Bilder können im Fotoalbum angesehen werden. 

 

Christkindlesmarkt 2011 in Nellingen und Vereinsweihnachtsfeier in der Ponderosa in Köngen

 Mit diesen beiden Veranstaltungen beschliessen wir das Jahr 2011.

Vermutlich zum letzten Mal fand in Nellingen ein Christkindlesmarkt statt. Wir bewirteten unsere Gäste mit hausgemachten Maultaschen, Nürnbergerle im Krautweck und mit in der Hütte frisch zubereitetem Jagertee. Unsere Gäste waren sehr zufrieden mit dem Angebot, so dass wir bei Marktende ausverkauft waren.
Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste und Helfer, ohne die ein solches Fest nicht das wäre was es war!

Auch unsere Vereinsweihnachtsfeier war ein voller Erfolg. Schon während eines Spaziergangs wurden die Teilnehmer mit einem Glühwein und Punsch verwöhnt. Nach dem Essen überraschte uns der Weihnachtsmann mit kleinen Geschenken und wunderbaren Geschichten. Er sang voller Begeisterung einige Weihnachtslieder mit uns, bevor er zu seinen weiteren Besuchen aufbrechen musste. Es herrrschte eine wunderbare feierliche Stimmung.
Nun freuen wir uns auf ein neues Wanderjahr mit hoffentlich wieder vielen schönen Wanderungen und Veranstaltungen.

Im Fotoalbum können Bilder von den obigen Events angesehen werden.

Wanderfreunde Hochgebirgstour in den Ötztaler Alpen
27.-31.08.2011

Seit 30 Jahren haben die Wanderfreunde eine Männer-Hochgebirgsgruppe. Ununterbrochen heißt es seit dieser Zeit jährlich stets eine Woche lang
                                        "Berg-Heil" !

Die diesjährige Route führte uns durch die hohen Regionen der Ötztaler Bergwelt. Vent, Hochjoch Hospitz-Hütte, Schöne Aussicht-Hütte, Vernagt-Stausee, Similaun-Hütte, Ötzi-Fundort Hauslabjoch, Martin Busch-Hütte und wieder Vent hießen die einzelnen Wanderstationen.
Beim Aufstieg zur Hochjoch-Hospitz-Hütte setzte uns Schneefall und eisige Kälte zu. Zum Glück hatte der Wetterbericht für die nächsten Tage deutlich wärmeres Wetter vorhergesagt, was dann auch eintraf. Mit metallikblauem Himmel, Neuschnee auf den Bergkronen und eine Sicht bis fast ans Ende der Welt waren die nächsten Tage Berggenuss pur. Man muss es erleben, an solchen Tagen von über 3000 Höhenmetern ringsherum in die Welt hinausschauen zu können. Diese Momente sind es, die Bergfreunde immer wieder aufs Neue faszinieren.
Wenn man aber gegensätzlich dazu sieht, wie sich gerade auch im Ötztal die Gletscherwelt rasant verabschiedet, befällt einen Sorge für die Zukunft, speziell auch für diese Bergregion. Wo kein Gletscher mehr ist, kommen nur noch Geröllhalden zum Vorschein, durch die sich dann meist langweilige Wanderrouten spuren. Die Begehung der Gletscherfelder erfordert meist Steigeisen, denn durch die Schmelze ist überwiegend alles eisig.
Die Ötztalder Bergwelt ist aber immer noch ein lohnendes Ziel für zukünftige Bergler. Der prächtige Similaun-Gipfel (3606m) oder die noch höhere Wildspitze sind nach wie vor markante Bergsteiger-Magnete. Aber auch dem weniger hochalpinen Wanderer bieten die schön gelegenen Hütten Rast und Herberge. Eine Außen-Sauna auf 2850 Meter Höhe, wie auf der Schönen-Aussicht-Hütte vorhanden, muss nicht unbedidngt sein. Diese sehr schön gelegene Hütte im Schalstaler-Gletschergebiet ist hauaptsächlich auf den Wintersport und seine Gäste ausgerichtet.

Unserem Bergführer Jürgen Hettich sei an dieser Stelle der Dank aller Teilnehmer ausgesprochen. Er hat alles in gewohnt routinierter Weise ausgearbeitet und organisiert. Alle sind wieder heil zu hause angekommen.
Bis zum nächsten Jahr wenn es wieder heißt: "der Berg ruft!"

Rolf Zimmermann

Rückblick auf unsere Jubiläumsfeier

Am Samstag, 6. August feierten wir unser 30-jähriges Vereinsjubiläum mit einem Sommerfest. Ab 11 Uhr waren in Riegers-Ranch in Scharnhausen Tür und Tor für etwa 100 angemeldete Mitglieder geöffnet. Auch ein paar wenige Gäste hatten sich eingefunden. Nach einem Willkommen-Sekt und  einer kurzen Begrüßungsrede der ersten Vorsitzenden Brigitte Knörzer wurde ein überaus tolles kalt- warmes Buffet, das vom Gasthaus Brücke angeliefert wurde, eröffnet und alle konnten es sich ausgiebig schmecken lassen.

Eine zünftige Musi, die Aspach-Buam, spielten auf und alsbald  wurde so manches Tanzbein geschwungen.

Als dann der Wandersbursche Waldemar, gespielt von Wolfgang Strobel, einige Anekdoten aus 30 Jahren Wanderfreunde Ostfildern vortrug, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Bei Kaffee,  Kuchen und natürlich bei Wein und Bier wurden noch viele Erinnerungen geweckt.....

Erst lange nach Einbruch der Dunkelheit ging ein schöner Tag im Kreise der Wanderfreunde fröhlich zu Ende.

Einige Bilder von dieser Veranstaltung können im Fotoalbum angesehen werden.

Birgitt Kollmann

Wanderfreunde-Bergtour im Tannheimer Gebirge
vom 8. bis 10. Juli
Für 13 Wanderfreunde und Gäste führte die diesjährige gemischte Bergtour (also Männlein u. Weiblein) ins Tannheimer-Gebirge. Von Grän aus gings bei Sonnenschein stets steil bergauf zur Bad Kissinger-Hütte kurz unterhalb des Aggensteingipfels. Die Rast tat uns gut bevor es weiterging zur Hochalp-Hütte. Hier war das erste Wanderziel erreicht. Bei bestem Essen und in sehr gemütlicher und stimmungsvoller Runde fand der Hüttenabend noch kurz vor Tageswechsel ein Ende. Ohne Hektik und wieder bei bestem Wetter begann der neue Tag. Wieder hoch zum Gräner Höhenweg gings weiter über Vilser-Jöchl, Sefensattel, Füssener-Jöchl zur Rast in die Sonnenalm. Gestärkt war der Rest des Weges bis zum Tagesziel, der Otto-Mayr-Hütte, nur noch ein Spaziergang. Eine schön gelegene Hütte, gute Atmosphäre und einem ordentlich guten Nachtquartier. Ein zünftiger Hüttenabend bei ohnehin guter Stimmung in der Truppe ließ auch diesen Tag wanderfreundlich ausklingen. Das heftige Nacht-Gewitter mit sintflutartigem Regenguss reingte die Luft und bescherte uns am Morgen eine Sicht bis fast zum Mittelmeer !? Bei strahlendem Sonnenschein begann auch dieser neue Wandertag. Gleich gings bergauf zum Hallergernjoch. Die Aussicht auf dem Schartschrofengipfel ließ alle Mühe sofort vergessen. Die Rundumsicht an diesem Tag war unbeschreiblich. Oberhalb des Haldensees war im urigen Berggasthof Adlerhorst nochmals Einkehr. Dort haben wir auch noch das Ende eines sehr schnell herannahendes Gewitters abgewartet, bevor es wieder bei Sonnenschein zu Parkplatz hinunterging.
Unserem Berg-und Wanderführer Jürgen von allen Teilnehmern ein herzliches dankeschön für diese tolle Tour. Er hat alles bestens organisiert, und hatte außerdem auch noch eine unglaublich gute Verbindung zum Wettergott. Diese Bergtour war wieder einmal ein echtes Wanderfreunde-Bergerlebnis. 
Bis zum nächstenmal!!!!  
Rolf und Liese Zimmermann

Ausflug zum „Rhein im Feuerzauber“ vom 1. - 3. Juli 2011
Wieder einmal zog es die Wanderfreunde ins Rheingau. Genauer gesagt , in die Stadt unterhalb der „Germania“ mit der weltbekannten Drosselgasse. Rüdesheim war unser Ziel. In einem Hotel mitten in der Stadt bezogen wir Quartier. Nach einem guten Mittagessen brachte uns die Seilbahn über die Weinberge zum Niederwalddenkmal. Ein Spaziergang führte uns, vorbei an herrlichen Ausblickspunkten, hinüber zur nächsten Seilbahn, mit der wir hoch über die Dächer nach Assmannshausen einschwebten. Mit der Fähre setzten wir über auf die andere Rheinseite . Hier erwartete uns der Burgherr der Burg „Rheinsteig“ um einige nicht ganz so fitte Teilnehmer mit seinem kleinen Traktor hinauf zur Burg zu bringen. Die Fitteren marschierten tapfer den steilen Weg nach oben um dort mit einem Rittertrunk begrüßt zu werden. Nach ausgiebieger Besichtung der sehr schön renovierten Burg holte uns ein Spielmann in althergebrachter Sprache zum Rittermahl . Ein vielseitiges Programm rundete diesen lustigen Abend ab. Unser Busfahrer brachte uns lang nach Mitternacht sicher wieder an unser Hotel.
Der nächste Morgen begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Ein kleiner Spaziergang führte uns durch die Weinberge in die Abtei St. Hildegard. Mit herrlichem Ausblick auf das Mittelrheintal und Eindrücken aus der Klosterkirche mit Fresken im Stil der Beuroner Kunstschule, traten wir den Rückweg an um gleich darauf in einer Kellerwelt ein Winzerbuffet und eineWeinprobe mit feinsten Weinen zu genießen. Nun hieß es sich frisch zu machen für ein Erlebnis der besonderen Art. Unser Schiff, die Asbach, erwartete uns bereits im Hafen. Auf der Fahrt rheinabwärts bis Lorch wurde uns ein Abendessen serviert. In der Dämmerung wendete unser Schiff und fuhr ganz langsam wieder flußaufwärts. Angestrahlte Burgen und Prachtfeuerwerke wechselten sich nun ab. Viele hell erleuchtete Schiffe begleiteten uns bis Rüdesheim zum Abschlussfeuerwerk. Der Rhein lag im Feuerzauber. Mit lautem Getute der gesamten anwesenden Schiffe ging auch dieser Abend zu Ende. 
Am nächsten Morgen hieß es bereits wieder den Heimweg anzutreten. Zuerst kehrten wir jedoch ein im Kloster Eberbach und wandelten auf den Spuren der Zisterziensermönche und verkosteten auch hier im Keller verschiedene Weine. Dieses Kloster lieferte die eindrucksvolle Kulisse für den Film „Im Namen der Rose“. Nach dem Mittagessen und einem Verdauungsspaziergang durch das gotische Weindorf Kiedrich verabschiedeten wir uns vom Rheingau um wieder in heimische Gefilde zurückzukehren. Mit einem Abendessen im Blockhaus eines Weingutes in Abstatt bei Heilbronn verabschiedete uns unser Reiseleiter Werner Eilermann. Wir bedankten uns bei ihm und seiner Monika recht herzlich für die - wie schon gewohnt - bestens organisierte Reise zum
„Rhein im Feuerzauber.“
Birgitt Kollmann

Wandern im Altmühltal vom 5. – 10. Juni 2011
Zwei männliche und acht weibliche Wanderer machten sich auf, den Panoramaweg im Altmühltal zu bewandern. Diesmal ging die Reise per Bahn nach Kinding .
Ab hier wurden die Wanderstiefel angezogen. Vor uns lagen jeden Tag zwischen 11 und 16 km Wegstrecke. Auf wunderschönen Wegen und teilweise auch auf steilen Pfaden ging es mit nur leichtem Gepäck durch Wälder und Auen, vorbei an malerischen Seen und stattlichen Burgen. Herrliche Aussichten auf die Altmühl, den Main-Donau-Kanal und später auch auf die Donau belohnten unsere Aufstiege. Abends wartete unser Gepäck am täglich neuen Ziel-Hotel. Bayrische Biergärten und zünftiges Essen ließen uns die Anstrengungen schnell vergessen. Eine längere Strecke legten wir auf dem Main-Donau-Kanal per Schiff zurück. Sogar eine Schleuse lag auf unserer Strecke.
Am letzten Tag änderten wir kurzerhand das vorgesehene Programm und wanderten von Kelheim flussaufwärts die Donau entlang bis Kloster Weltenburg. Hier erwartete uns ein kleines Boot, das uns über die Donau brachte. Eine schöne Kirche, und ein Biergarten unter Kastanienbäumen luden zum Verweilen ein. Leider überwiegt auch hier, wie in vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Kommerz, schade eigentlich in so einer schönen Anlage!
Nicht, wie vorgesehen, auf einem großen Passagierdampfer, sondern mit einem kleinen Holzboot schipperte uns der Fährmann vorbei am Klösterle (das wir beim Wandern bereits besichtigen konnten) und den Donaudurchbruch wieder zurück nach Kelheim. Viel Wissenswertes über die zahlreichen Felsen am Ufer, die Entstehung des Donaudurchbruchs (der eigentlich Weltenburger Enge genannt wird) und allerlei Anekdoten wurden uns in humorvoller weise nahegebracht.
Mit einem Touristenzügle fuhren wir anschließend noch hinauf zur Befreiungshalle, die im 19. Jahrhundert von Ludwig dem I. errichtet wurde. Ein imposanter Rundbau mit 37 Kriegsgöttinnen aus Carraramarmor zeigte die aufwendige Bauweise der damaligen Zeit. Die Inschrift: „Möchten die Teutschen nie vergessen was den Befreiungskampf notwendig machte und wodurch sie gesiegt“ ist in verschiedenfarbigem Marmor auf dem Boden geschrieben.
Nach einem einstündigen Aufenthalt holte uns das „Bähnle“ wieder ab und wir erfuhren bei der anschließenden Rundfahrt noch Einiges über die Geschichte dieses ländlichen Städtchens.
Beim abschließenden gemütlichen Abendessen bedankte sich die Wandergruppe bei Brigitte und Rolf Knörzer, für die hervorragende Organisation und Wanderführung.

Birgitt Kollmann

Multivisionsshow mit Alexander Huber von den Huber-Buam
Rückblick
Ein Abend voll erstaunlicher Einblicke in eine faszinierende und vielseitige Bergwelt liegt hinter uns. In seinem Vortrag

„Die fünfte Dimension“
Der Berg-Die Zeit-Der Mensch
zeigte Alexander Huber, einer der Huber-Buam, seinen Gästen unglaubliche Bilder, arrangiert mit faszinierenden Filmsequenzen und steiler Musik. Spektakuläre Aufnahmen verursachten bei Vielen eine Gänsehaut und schweißnasse Hände.

Ein Erlebnis der besonderen Art!

Bereits im Alter von 12 Jahren begann die „Bergerfahrung“ des Huber-Buam Alexander mit seinem ersten Viertausender. Der geprüfte Berg- und Skiführer ist seit 1995 Profi und zusammen mit Bruder Thomas ist ihm kein Ziel zu hoch. Der diplomierte Physiker zeichnet sich durch analytisches Planen, pragmatisches Denken und rationellem Wesen aus. Bergsteigen in jeder Form und in den verschiedensten Ländern der Erde ist seine Passion.
Die Erstbesteigung des Montblanc war im Jahre 1786 der Beginn der goldenen Ära des Alpinismus. Waren zuerst die Gipfel der Alpen die vorrangigen Ziele der Bergsteiger, so wurden es bald die Grate und die schwierigen Wände. Immer schneller schritt die Entwicklung voran, doch als dann letztendlich auch die höchsten Gipfel der Erde, die Achttausender, bestiegen waren proklamierte man den Tod des Alpinismus. Doch das Bergsteigen lebt auch heute noch.
Glaubte man in den Achtzigern, das es im Alpinismus nichts wesentlich Neues mehr zu entdecken gibt, so sind der Kreativität der heutigen Bergsteiger keine Grenzen gesetzt. Ob im Fels, im Eis oder in der Höhe – erstaunlicherweise findet sich immer wieder etwas Neues, das die alpine Öffentlichkeit ins Staunen versetzt.

Alexander entführte die Zuschauer unter anderem ins Karakorum und in die Arktis. An fast 1000 m hohen senkrechten Felswänden und an Überhängen, sogenannten horizontalen Dächern klettert er spinnenähnlich seinem Ziel entgegen. Oftmals ohne Seil und Haken, die eine Sicherheit bieten, erklimmt er im Free-Solo den Gipfel. Er betonte jedoch, dass diese Unternehmungen allesamt sorgfältigst geplant und nicht einfach todesmutig angegriffen werden. Auch dass nicht nur die Kraft ausschlaggebend ist, sondern die innere Einstellung und Mentalität des Protagonisten unbedingt erforderlich sind.
Natürlich sind bereits Vorbereitungen zu solchen Unternehmungen, wie ein Flug in einer Frachtmaschine in die Arktis, die für diese Zwecke mit einem Dixi-Clo
ausgestattet wird und der Bau eines Iglus, der für menschliche Bedürfnisse absolut erforderlich ist um „nichts“ zu erfrieren, für den Zuhörer fast genauso spannend wie die bergsteigerischen Hochleistungen. Die ca. 600 km lange Fahrt auf dem sogenannten Karakorum-Highway, eine Straße, die bei uns als Feldweg bezeichnet werden würde, in die entlegenen Bergregionen des Karakorums, ist ein auch für diese Bergsteiger besonderes Erlebnis. Gespickt mit viel Charme wurden auch solche Banalitäten angesprochen, und sorgten für vertrautes Gelächter und viel Applaus.
Leider ging dieser Abend viel zu schnell vorüber. Auch beim
anschließenden gemütlichen Zusammensein mit Alexander wurde schnell klar, dass wir einen außergewöhnlichen Bergsteiger mit einem sehr sympathischen Wesen zu Gast hatten. Für seine weiteren Unternehmungen wünschten wir ihm alles Gute, Bergheil und eine gesunde Heimkehr.

Bei all unseren Gästen, die teils von weither angereist waren um dieses grandiose Event mitzuerleben, möchten wir uns ganz herzlich für ihr Interesse bedanken, ebenso bei unseren Sponsoren
Reisebüro M&C Travel-Events und
Intersport-Kober.

Birgitt Kollmann

Kennst Du das Land wo die Zitronen blühen?

Wanderfreunde Ostfildern in Sizilien

Schon den deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zog Sizilien magisch an. Er, der große Italienliebhaber, pries dieses italienische Kleinod in einem Gedicht mit den Eingangsversen
                 Kennst Du das Land, wo die Zitronen blüh’n,
                 im dunklen Laub die Gold-Orangen glüh’n …
Der eher rhetorischen Frage in der ersten Zeile dieses Gedichtes wollten die Wanderfreunde gezielt nachgehen. Denn jeder kennt schließlich Sizilien! Doch wer kennt diese größte Insel Italiens aus eigener Wahrnehmung tatsächlich?
 
Also machten sich die Wanderfreunde in zwei Gruppen zu je sechzehn Teilnehmern Ende Oktober/Anfang November für jeweils eine Woche auf die Reise. Ausgearbeitet und organisiert hatte sie Vereinsmitglied Toni Scaglioso,
der auch beide Gruppen begleitete. Er wusste als gebürtiger Italiener vielfältige touristische Akzente aus eigener Kenntnis zu setzen, die allen zugute kamen.

Nach der Landung in Palermo warteten bereits die ersten Höhepunkte. Mit einem der Reisegruppe während des achttägigen Aufenthaltes zur Verfügung stehenden Busses fuhr man zunächst durch eine fruchtbare Landschaft westwärts. Ziel der ersten Etappe waren die Städte Trápani und Marsala.
Nach der offiziellen Begrüßung in einer Bar von Trápani mit Prosecco, Kaffee und heimischen Süßspeisen ging es mit einer Seilbahn zu dem auf 750 m gelegenen Ort Erice. Er wurde 2000 v. Chr. gegründet. Im Laufe der Geschichte lebten hier die Elymer, vermutliche Nachfahren der Trojaner, später die Griechen, Römer und Araber. All diese Völker haben sichtbare Zeugnisse ihrer Kultur hinterlassen. Entsprechend beeindruckend präsentiert sich heute dieser malerische, an Kulturdenkmälern reiche Ort. Nun ging die Fahrt über Trápani weiter nach Marsala.
Auf dieser Fahrt an der Küste bei Trápani fielen die zahlreichen Salinen auf. In großen aufgetürmten Haufen wird das in Salzwasserbecken gewonnene Meersalz getrocknet und bildet ein wichtiges Handelsprodukt dieser Stadt. Nach 30 km war Marsala erreicht, das westlichste Städtchen Siziliens, Ende des 4. Jahrhunderts von den Karthagern gegründet. Entsprechend vielfältig sind die dort vorzufindenden Zeugnisse aus jener Zeit. Später herrschten hier die Römer, danach die Sarazener, die dem Ort den Namen „Marsa Alla“, Hafen Gottes, gaben, heute Marsala. Bekannt ist diese Stadt als Ausgangspunkt des sizilianischen Befreiungskampfes gegen die Habsburger unter Giuseppe Garibaldi ab 1848.

Nun brachte der Bus die Reisegruppe wieder an Palermo vorbei nach Villiarosa, im Herzen Siziliens. Hier bezog sie die Privatpension eines Esslinger Gastronomen, der aus diesem Ort stammt.
Am folgenden Tag steuerte die Gruppe die an der Nordküste gelegenen Städte Cefalù und Palermo an. Der Name Cefalù leitet sich her aus dem Griechischen „Kefalè - Kopf“. Die Griechen erbauten auf einem wie ein Kopf aussehenden Hügel im 5. Jahrhundert v.Chr. diese Stadt. Hier findet man noch Reste eines griechischen Tempels und der alten Stadtmauer.
Im 9. Jahrhundert n. Chr. gründeten die Araber am Fuße des Kopfes eine neue Stadt. Aber schon im 11. Jahrhundert wurden sie von den Normannen abgelöst, die Sizilien rechristianisierten. Da sie selbst die Baukunst nicht beherrschten, machten sie sich dieselbe der Araber und Byzantiner wie auch deren Vorgänger beim Bau der heutigen Kathedrale zunutze. Ein Rundgang durch schöne Winkeln und Gassen beendete diesen Besuch, ehe der Bus Palermo ansteuerte, vorbei an Términi Imerese, 480 v. Chr. Schauplatz eines entscheidenden Krieges zwischen Griechen und Karthagern, heute die größte Industriestadt Siziliens.

Palermo, 800 v. Chr. von den Phöniziern gegründet, ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Sie zeigt großen Restaurierungsbedarf auf. Eine der wenigen Ausnahmen bildet u.a. das nach Renovierung kürzlich wieder eröffnete Theater, das größte Italiens und nach Wien und Paris das drittgrößte Europas. Auffallend die vielen alten Kirchen, auf Resten ehemaliger Moscheen aus der Araberzeit errichtet. Auch hier überall Zeugnisse aus den verschiedenen Epochen, den der alten Griechen, Arabern, Spaniern und Franzosen. Sehenswert ist der Dom, ebenfalls errichtet auf den Grundmauern einer ehemaligen Moschee. Gut zu erkennen sind die noch vorhandenen Reste der Stilrichtung von Griechen und Arabern. In dieser Kathedrale befindet sich unter anderem der Sarkophag des letzten Stauferkaisers und Königs von Sizilien Friedrich II, Enkel des deutschen Kaisers Friedrich Barbarossa. Mit dieser Besichtigung endete der Besuch von Palermo. Auf der Rückfahrt zum Quartier hatte jeder Zeit, alle Eindrücke des Tages für sich zu verarbeiten.
Am folgenden Tag stand Agrigento an der Südküste auf dem Programm und hier vor allem das Tal der Tempel. Zahlreiche, gut erhaltene Tempel aus dem
5. Jahrhundert v. Chr. sind noch heute ein eindrucksvolles Zeugnis griechischer Sakralkultur. Aber auch die Grabstätten der Byzantiner aus späterer Zeit fielen ins Auge. Giacomo, ein echter Sizilianer, führte die Gruppe wortgewandt, gestenreich und mit viel Fachwissen. Nach dieser ausführlichen Besichtigung führte die Reiseleitung die Gruppe zur „Türkentreppe“ an den Strand. Es ist dies eine sehenswerte Kalkformation, die wie riesige Treppen wirkt. Der Name spiegelt die immerwährende Furcht der Sizilianer vor den Türken wider, die aber tatsächlich im Laufe der bisherigen Geschichte nie auf dieser Insel waren.

Die vielen bisherigen Eindrücke erforderten am nächsten Tag nach dem Besuch eines Marktes und einer Ölmühle eine Ruhepause, bevor es am folgenden zum Ätna ging, dem größten aktiven Vulkan Europas, anschließen nach Taormina an der Ostküste. Strahlendes Wetter ermöglichte es, dem 3.350 m hohen Ätna-Gipfel bis auf 300 Metern nahe zu kommen, zunächst mit einer Seilbahn bis auf 2.800 m und später mit Allradfahrzeugen bis auf 3.000 m. Kräftiger Neuschnee deckte das aus schwarzem Lavagestein bestehende Gipfelgelände zu. Erst einen Tag zuvor grollte der Vulkan wieder einmal und spie zweimal eine Gesteinsfontäne bis auf 1.000 m über den Gipfel hinaus. Uns empfing er indes mit friedlicher Gelassenheit, so dass wir uns rund um die vielen Krater ausgiebig umsehen konnten.
Taormina, eine elegante und geschichtsträchtige Stadt in 200 Metern Höhe wurde 358 v. Chr. gegründet. Vor allem die Griechen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Heute ist Taormina ein gepflegter, touristischer Ort mit attraktiven Einkaufsstraßen, aber auch mit romantischen Seitengassen. Überall spürt man neben der Geschäftigkeit noch immer den Hauch der Antike.
Der vorletzte Tag war der altgriechischen Stadt Syrakus an der Südostküste vorbehalten. Die Griechen gründeten hier 734 v. Chr. nach der nördlicher gelegenen Stadt Gardini-Naxos ihre zweite Kolonie in Sizilien. Insgesamt besteht der antike Teil aus fünf Stadtteilen. Unsere Besichtigung beschränkte sich aus Zeitgründen auf den „jüngsten“ Stadtteil „Nea Polis“. Ein griechisches Theater sowie das „Ohr des Dionysios“, eine zur Inhaftierung von Gefangenen verwendete Felsschlucht waren unser erstes Ziel. Dieses Ohr, eine Felsspalte, diente Dionysios zum Belauschen seiner Gefangenen und war bekanntlich die Grundlage für Schillers Ballade „Die Bürgschaft“ (Zu Dionys, dem Tyrannen schlich, Möros, den Dolch im Gewande…). Abschließend besichtigte man die Kathedrale im Stadtzentrum, die im 7. Jahrhundert auf den Grundmauern eines griechischen Tempels erbaut wurde.
Den Abschluss der Besichtigungsrundreise bildete am letzten Tag das historische Städtchen Enna im Zentrum Siziliens, deshalb auch „Nabel Siziliens“ genannt. Es stammt aus dem 5. Jahrhundert v.Chr. Hier sind besonders die Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert sowie das Castello Lombardia aus der Stauferzeit sehenswert. Hier unterhielt der Stauferkaiser Friedrich II. eine Sommerresidenz.

Gefüllt mit vielen Eindrücken aus dieser doch so herrlichen Region Italiens traten wir am folgenden Tag wieder den Heimflug von Catania aus an. Den Organisatoren dieser Reise, allen voran unserem Vereinsmitglied Toni Scaglioso, danken alle Reiseteilnehmer für dieses Erlebnis, das uns einiges Mehr über Sizilien vermittelt hat als das, was uns bislang bekannt war. Jetzt kennen wir in der Tat
Das Land, wo die Zitronen blüh’n ein kleines Stückchen besser.

Erich Diefenbach

Erste Bosseltour der Wanderfreunde

Am 10. April pünktlich um 14 Uhr starteten drei Gruppen, jeweils ausgerüstet mit Leiterwagen, auf denen allerlei alkoholische und auch ein paar nichtalkoholische Getränke, sowie ein zünftiges Vesper geladen waren, auf die erste Boßeltour in Ostfildern. Die Sportart "boßeln" kommt aus Friesland und wird dort hauptsächlich auf Landstraßen gespielt. Sie ist für die Bewohner dort so wichtig, dass sogar der Verkehr auf eine Boßelgruppe  besonders Rücksicht nimmt, dass sich die Essenszeit der Familie nach dem Wettkampf richtet und evtl. sogar eine Kindstaufe verschoben wird. Wir dagegen wählten den Weg von den Talwiesen in Ruit über Wege durch den Scharnhauser Park und wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Der Wettkampf begann natürlich mit einem Schnaps. Das ist unbedingt erforderlich um richtig in Stimmung zu kommen. Es sollten noch viele folgen, denn Situationen in denen es einfach sein muss einen zu trinken, gab es reichlich. Einmal blieb die Boßelscheibe auf dem Rand stehen, dann mußte einer getrunken werden, dann fiel sie um und es war wieder ein Schnaps fällig und und und...
Auf der Hälfte der zurückgelegten Wettkampfstrecke wurde der Scherbenkönig ausgeboßelt. Die Boßerscheibe  wird aus einiger Entfernung auf eine mit Wasser gefüllte und in Folie eingepackte Weinflasche geworfen. Wer die Flasche zum Zerbersten bringt wird Scherbenkönig oder -königin der Gruppe.
Nach Beendigung des Gruppenwettkampfes erfolgt das Ausschießen des Bosselkönigs und der Bosselkönigin, was natürlich auch wieder begossen werden muss. Nach dem Nachtessen wurden die Königin und der König mit Urkunden bedacht in denen eine Klausel verankert ist: beim nächsten Wettkampf müssen beide eine Flasche Schnaps spendieren. Alles in Allem war es ein feuchtfröhliches Erlebnis das bestimmt nächstes Jahr wiederholt werden wird.
Den Verantwortlichen Monika und Werner Eilermann gebührt ein herzliches "Dankeschön" nicht nur für die aufwenige Organisation, sondern auch für die diversen "feuchten" Zugaben die auf den Leiterwagen mitgeführt wurden.

Männerbergtour 2009 in die Texelgruppe

Mit eigenen PKW´s fuhren wir zum Dorf Tirol bei Meran. Ab hier ging es immer höher hinauf bis unser Tagesziel, die Bockerhütte, erreicht war. Kaum in der Hütte angekommen waren dann die nächsten Tage Regen und Schnee unsere Begleiter, ebenso das nette Studentenpaar Eli und Marc. Auf Umwegen über die Eisalm stiegen wir bei Schneeschauer mutig hoch übers Eisjöchl auf die knapp 2900 m hoch gelegene Stettiner Hütte. Der weitere geplante Weg zur Zwickauer Hütte war durch zu viel Neuschnee und Nebel dann nicht mehr möglich. Trotzdem nicht entmutigt, aber sinnvoll, stiegen wir dann auf niedrigere Regionen des Merander-Höhenweges ab.
Die Übernachtung auf einem ca. 800 Jahre alten Bergbauernhof, der in seiner Ursprünglichkeit auch weitgehend belassen wurde, war ein Erlebnis besonderer Art, es war wie das Übernachten in einer Geisterbahn. Vor allem nachts, wenn der verwinkelte und knarrende Stiegenweg durch niederes Gebälk zur fast versteckten Toilette mit der Taschenlampe gefunden werden musste, hatte besonderen Charme. Wir haben gewünscht, der Hof könnte uns seine lange Geschichte erzählen. Einige Berghöfe können sich durch die Lage am Höhenweg ein Zubrot verdienen. Ansonsten ist das Leben auf den hoch oben und oft an Steilhängen gelegenen Höfen bekanntlich sehr beschwerlich.
Das Wetter war uns immer besser gesonnen. Mit einem "Hinunterblick" auf Messners Domizil, Burg Juval, konnten wir diesem zum 65. Geburtstag nur von Ferne gratulieren. (Wir waren nicht eingeladen)
Der Fernblick übers Etschtal und den Vinschgau mit seinen aneinander gereihten Äpfel- und Weinplantagen ist markant schön und zeigt, von was die Menschen im Tal leben, neben dem Tourismus.
Wenn wir auch die geplante Tour nur teilweise gehen konnten,war jeder Tag, mit all seinen Erlebnissen und Natürschönheiten fern und nah, ein toller Wandertag. So gesehen möchten alle Teilnehmer auch diese Bergtour 2009 nicht missen und freuen sich bereits auf die Tour im nächsten Jahr. Unser Bergführer Jürgen bewies täglich ein richtiges Gespür für den Weiterweg. Seine Organisation war vorbildlich wie immer! Dafür gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.

Rolf Zimmermann

Wanderung auf dem Rheinsteig vom 6. bis 11. September

Warum ist es am Rhein so schön.....?

Der Wunsch einmal wandern ohne Gepäck und ein Fernsehbericht über den Rheinsteig veranlasste unsere Vorsitzende die Organisation dafür zu übernehmen.

Also starteten zwölf Teilnehmer in drei Fahrzeugen am Sonntagmorgen in Richtung Rheinland - Pfalz. Schon am Hockenheimring stimmten wir uns mit Brezeln und einen Glas Sekt auf die kommende Woche ein. Rüdesheim war unser erstes Ziel. Das Hotel lag mitten im alten Kern des kleinen Städtchens.
Der Wirt empfahl uns ein schönes Gartenlokal und wir speisten nach einem kurzen Rundgang durch die Altstadt fürstlich. Ausklingen ließen wir den Abend natürlich bei Wein und Musik.
Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir mit der Seilbahn zum Niederwalddenkmal, das imposant über der Stadt die Wacht am Rhein hält. Nach einem kurzen Wandertripp durften wir nochmal mit der Seilbahn fahren, allerdings abwärts nach Assmannshausen. Dies war jedoch der letzte "Luxus". Von nun an gings weiter auf Schusters Rappen. Wer allerdings dachte, es geht bequem am Rhein entlang oder auf den Höhen eben weiter, der irrte sich gewaltig. Laut Beschreibung mussten jeden Tag zwischen 340 und 690 Höhenmeter gemeistert werden. In viele Seitentäler und Schluchten musste abgestiegen werden um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Oben angekommen wurden wir mit atemberaubenden Blicken auf den Rhein, die vielen Burgen, den regen Schiffsverkehr und die herrliche Landschaft reichlich belohnt. Vom Loreleyfelsen schauten wir in die Tiefen, in denen laut der Sage viele Seeleute verschwanden, weil sie vom Gesang der schönen Gestalt die ihre blonden Haare kämmte, abgelenkt wurden.
Jeden Abend erwarteten uns freundliche Wirtsleute, die unser "angeliefertes" Gepäck bereits in den Zimmern verstaut hatten und wir konnten uns auf ein leckeres Abendessen freuen. Auch am letzten Abend wurden wir so empfangen und erhielten noch eine Überraschung. Für jeden war eine persönliche Urkunde über 75 km gewanderte Strecke auf dem Rheinsteig ausgestellt und eine Anstecknadel mit dem Rheinsteig-Zeichen lag ebenfalls bereit. Nach dem Essen spielte der Wirt auf seinem alten Klavier Lieder zum Mitsingen und die Wirtin erzählte ein paar lustige Geschichten, sodass wir unsere Müdigkeit erst viel später merkten....

Nun hies es bereits wieder die Heimreise anzutreten, d.h. wir fuhren vier Stunden mit dem Schiff an unseren Ausgangspunkt nach Rüdesheim. Bei herrlichem Sonnenschein, der uns die ganze Woche begleitet hatte, konnten wir die gesamte Strecke die wir gewandert waren nochmals an uns vorbeiziehen lassen. Darum können wir nun mit Sicherheit sagen:

Darum ist es am Rhein so schön!!!

Birgitt Kollmann

Radausfahrt ins Tauber- und Maintal

Ziel einer nicht anstrengenden, sehr ereignis- und abwechslungsreichen Radtour in der letzten Augustwoche war bei strahlendem Sonnenschein das Taubertal. Im Gasthaus "Zur Romantischen Straße" waren wir zwei Nächte untergebracht und wurden von der Wirtin sehr gut versorgt. Die hauseigene Terrasse war bis in die späte Nacht von uns belagert, es ging feucht-fröhlich zu, jeder hatte etwas zur Unterhaltung beizutragen. Die Radfahrt nach Rothenburg ob der Tauber am zweiten Tag und der Stadtrundgang hat uns fasziniert. Am Spätnachmittag setzten Schauer ein, -die Fahrräder wurden nass- , wir nicht, denn zu diesem Zeitpunkt besuchten wir gerade den Wach- und Wehrturm Lindlein in Creglingen. Er bietet Einblick in die einzigartige Lebensweise der letzten Bewohnerin des Turmes. Am letzten Tag radelten wir auf der ehemaligen Bahntrasse über Wiesen und Felder hinunter in das Maintal nach Ochsenfurt, dann entlang dem Main, weiter nach Würzburg (ca. 50 km). Von hier aus brachte uns die Bundesbahn wieder zurück nach Stuttgart. Insgesamt hatten wir 150 km abgestrampelt und waren alle noch topfit.

Hannelore Krissler

Sommerfest am 15. August

Bei herrlichem Sommerwetter konnten wir im und vor allem um das Nabu-Vereinsheim unser alljährliches Fest feiern. Die Kuchenbäckerinnen übertrafen sich wieder in der Vielfalt der Kuchen, und trotz der Hitze wurde gerne ein Tässchen Kaffee dazu getrunken. Auf den bereitgestellten Grills lagen Steaks, Würste, Spieße und und und.... Dazu wurden wilde Kartoffeln und Pommes gereicht. Auch einige Gäste durften wir begrüßen, die sich sichtlich wohlfühlten. Mit Akkordeon- und Gitarrenbegleitung wurden bis spät in die Nacht Volks-, Fartenlieder, Schlager und Oldies gesungen. 
Einfach, ein schöner Tag!
Die Vereinsleitung bedankt sich bei allen Helfern, ohne die ein solches Fest nicht stattfinden könnte, allen Gästen für ihr Interesse an unserem Verein und beim Nabu für die Gastfreundschaft in ihren Räumen.
 

Frauenbergtour 1.und 2. August 2009

Nachdem sich die Anmeldungen zur Frauenbergtour dieses Jahr zahlenmäßig sehr 
"in Grenzen" hielten, entschlossen sich zwei unentwegte, also Iris und ich, eine verkürzte Tour zu unternehmen. Wir starteten am Samstag morgen und machten uns auf den Weg nach Pfronten. Nachdem wir einen kleinen gebührenfreien Parkplatz gefunden hatten ging es vorbei am Tiroler Stadl und der Fallmühle hinauf Richtung Ostlerhütte. Abgekämpft, aber glücklich liesen wir dort den Tag mit dem Blick auf den Aggenstein ausklingen. Am nächsten Morgen machten wir uns auf, den Aggenstein zu besteigen. Nach steilem Anstieg erreichten wir das Gipfelkreuz. Hier konnten wir die herrliche Aussicht auf den Forggensee zur einen Seite, zur anderen Seite die Allgäuer- und Lechtaler Alpen, geniessen. Bei herrlichem Sonnenschein stiegen wir zur Bad Kissinger Hütte ab. Da für den Nachmittag Regen angesagt war ging es bereits nach einer kurzen Stärkung weiter abwärts durch die Plattenbachklamm. Unterwegs wurden wir jedoch vom Regen und Hagel eingeholt, zum Glück nur kurz.... als wir am Auto ankamen hatten wir uns bereits "trocken gelaufen" und blicken auf zwei sehr schöne Tage zurück.

Im "Fotoalbum" dieser Homepage sind ein paar Eindrücke festgehalten.

Alexandra Knörzer

Wanderfreunde Ostfildern auf Madeira

vom 26. Mai bis 2. Juni 2009


33 Wanderfeunde hatten am 26. Mai nur ein Ziel: Madeira, die kleine portugiesische Blumen- und Wanderinsel weit draussen im Atlantik. Als Klaus und Monika im Verein unser Interesse für Madeira weckten, konnte noch keiner wissen, welch tolle Urlaubswoche wir erleben würden.Nach vier Stunden Flug erwartete uns am Flughafen Funchal bereits unser Reisebegleiter und ausgebildeter Bergführer Lui von RMK-Tours. Er war ein Glücksgriff, wie sich täglich herausstellte. Sein enormes Wissen über Geschichte, Land und Leute sowie Flora und Fauna beeindruckte uns enorm und sein Gespür im Umgang mit einer Wandergruppe bleiben uns noch lange in Erinnerung.

Welch kontrastreiche Insel Madeira wirklich ist, kann man am besten zu Fuss erkunden. Deshalb stand auch fast jeden Tag eine Wanderung von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad auf dem Programm. Eigenartige bizarre Felsmassive vom Meeresspiegel aufragend bis auf die über 1860 Meter Gipfelhöhe des Pico Ruivo haben wir auf gut angelegten Pfaden durchwandert. Spektakuläre Aussichten auf Städtchen am Strand, auf Ansiedlungen, die an den immergrünen Hängen kleben oder Blicke in Täler und Schluchten waren eindrucksvoll, alles erschien wie aneinander gereite Kalenderbilder.

Eine Besonderheit Madeiras sind die vielen langen und schmalen Wasserrinnen, die Levadas. Sie verlaufen teilweise an schwer zugänglichen Berghängen und haben die Aufgabe, klares Bergwasser vom regenreichen Norden in den wasserärmeren Süden zu fördern. Da das Gefälle an den Levadas durchgehend sehr gering ist, um die Fließgeschwindigkeit niedrig zu halten, macht das Wandern entlang dieser Wasserkanäle richtig Spaß und ist ausgesprochen erholsam. Allerdings sind die teilweise doch recht schmalen Begleitwege an den Levadas schon manchmal eine Herausforderung, insbesondere wenn man direkt am Bergabhang marschiert. Und unser „Tunnelerlebnis“ wird wohl noch in vielen Jahren erheiternder Gesprächsstoff sein!

Gäbe es den Ausdruck Blumeninsel für Madeira noch nicht, wir hätten ihn erfunden. Überall unglaublich schöne Pflanzen und Blüten, man kann sich kaum satt sehen. In den Bergregionen durchwandert man auch stattliche Eukalyptuswäldern mit ihren hohen Baumkronen. Ein EB wächst etwa 4 Meter pro Jahr!

Aber nicht nur die Natur war für uns alle ein Erlebnis, unglaublich sympathisch und freundlich erlebten wir auch die Einheimischen, allen voran unser Busfahrer Albino, der „Liebling aller Schwiegermütter“. Beeindruckend auch die Begegnung mit dem geschäftigen Treiben auf dem Markt in Funchal, in den romantischen Dorf- oder Stadtgassen oder auf dem Fischmarkt. Natürlich durfte auch eine Korbschlitten-Fahrt in unserem überreichen Programm nicht fehlen. Ein Riesenspaß, wenn auch vermutlich nicht für unsere Wagenlenker!

Als krönenden Abschluss gönnten wir uns dann am letzten Tag noch den Schiffstörn auf der „Santa Maria de Colombo“, dem fast originalgetreuen Nachbau von Columbus berühmten Schiff. Als dann sogar noch Delphine unseren Seeweg begleiteten war das Glück perfekt. Mit einem landestypischen Poncha (Zuckerrohr-Honig-Früchte-Gemisch) haben wir uns dafür belohnt.Es gäbe noch viel zu berichten über Madeira, über Lui und die gesamte Erlebniswoche. Allen Teilnehmern bleibt die Reise in bester Erinnerung. Wir danken nochmals den Mitgliedern Klaus und Monika Baumgärtner für die Idee zu dieser Reise und die gute Organisation. 

Nachsatz:

Madeira lebt zunehmend vom Wandertourismus. Unser subjektiver Eindruck war, dass leider an den steinigen und felsigen Stränden zuviel Bettenburgen gebaut werden. Ob all diese neuen Betten gebraucht werden ist zweifelhaft, die Landschaft wird dadurch nicht schöner...

                                                                                                                                                                                                                                             Rolf Zimmermann/ Anita Pomper